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Mediation Mieming

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Mediation - Konfliktlösung in Augenhöhe

Mediation ist überall anwendbar, wo zwei oder mehrere Personen für ihre Konflikte und Differenzen gemeinsam eine eigenständig getroffene, für alle Beteiligten akzeptable Lösung entwickeln wollen. Im Gegensatz zu einem Gerichtsverfahren geht es in einem Mediationsprozess nicht darum, die oder den „Schuldigen“ zu finden oder recht zu behalten bzw. durch zu setzten. Die allparteilichen MediatorInnen unterstützen die Betroffenen vielmehr zunächst wieder eine gemeinsame Gesprächsbasis zu finden und dann miteinander eine Lösung zu finden, die es möglich macht, sich auch in Zukunft noch in die Augen schauen zu können. Das bekannteste Anwendungsfeld der Mediation ist die Scheidungs- bzw. Familien-Mediation. Doch auch in anderen Bereichen, wie jenen der Wirtschaft, der Umwelt und der Schule gewinnt Mediation immer größere Bedeutung. Auch innerhalb von Vereinen, Parteien und sonstigen Institutionen wird Mediation immer häufiger als professionelles Konfliktlösungsverfahren angewandt.

Ablauf der Mediation

Voraussetzung für ein Mediationsverfahren ist die Bereitschaft aller Beteiligten, sich auf den Mediationsprozess einzulassen, den Standpunkt der Gegenseite anzuhören und an einer gemeinsamen Lösung zu arbeiten. Der Ablauf einer Mediation lässt sich in mehrere Phasen unterteilen.

Vorphase:

In der Vorphase (Prae-Mediation) bemüht sich die Mediatorin/der Mediator eine Gesprächsbasis zu schaffen zu schaffen, erläutert Ziele, Ablauf und Regeln der Mediation und schließt mit allen Parteien den Mediationsvertrag ab. Darin werden auch Kosten, Kostenaufteilung, allfällige Bedingungen, Fristen, ggf. Termine und Gesprächsregeln vereinbart.

1. Phase:

In der ersten Phase des eigentlichen Mediationsprozesses schafft der/die Mediator/in eine vertrauensfördernde Gesprächsatmosphäre und jede Partei erhält die Gelegenheit, ihren Standpunkt zu schildern. Die Mediatorin/der Mediator arbeitet die unterschiedlichen Sichtweisen des Konfliktes heraus, ohne diese zu bewerten, und erstellt eine Themen-Liste.

2. Phase:

In der folgenden Konfliktbearbeitungs-Phase bringen die Parteien ihre Gefühle zum Ausdruck. Die zu Grunde liegenden Interessen, Bedürfnisse und Ziele der Beteiligten werden konkretisiert.

3.Phase:

Auf der Basis der Wünsche und Ziele der Beteiligten werden alle möglichen, denkbaren Lösungswege gesucht und alle Ideen und Varianten ohne Bewertung gesammelt.

4. Phase:

Alle gefundenen Optionen werden von den Beteiligten gemeinsam bewertet, auf ihre Umsetzbarkeit und Dauerhaftigkeit überprüft und aus den verbliebenen Möglichkeiten diejenige ausgewählt die allen den größten Nutzen/Gewinn bringt und die Zustimmung aller findet.

5. Phase:

Nach einer möglichen zusätzlichen externen Überprüfung durch Experten findet die schriftliche Abfassung der Mediationsvereinbarung und wird von allen Beteiligten unterzeichnet. Diese ist dann z.B. im Falle einer Scheidung geeignet für die Vorlage bei Gericht zur einvernehmlichen Scheidung.

Follow-up:

Allenfalls kann ein Follow-up vereinbart oder als Option ins Auge gefasst werden, um zu sehen ob die Ergebnisse den Zielen und Erwartungen entsprechen bzw. gehalten haben oder auch um Details zu verbessern.